Familie im Beirat
Shownotes
In einer Welt voller Krisen, digitaler Umbrüche und neuer Arbeitsmodelle wird ein aktiver Beirat zum echten Stabilitäts- und Impulsgeber. In dieser Folge von MEHR TAT ALS RAT diskutieren Dr. Alexander Bode und Stefan Reiß, wie sinnvoll eine interne Besetzung im Beirat wirklich ist – also durch Familienmitglieder, ehemalige CEOs oder langjährige Schlüsselpersonen. Dabei wird klar: Interne Nähe kann wertvoll sein, weil sie Geschichte, Kultur und Dynamiken des Unternehmens kennt – gleichzeitig wächst aber das Risiko von Betriebsblindheit, Rollenkonflikten und alten Loyalitäten. Besonders kritisch beleuchten die Hosts den Wechsel eines früheren Geschäftsführers in den Beirat und zeigen Alternativen auf, die das Unternehmen unterstützen, ohne neue Unklarheiten in der Organisation zu erzeugen. Im Interview gibt Nachfolger Dennis Pütz Einblicke aus der Praxis eines international tätigen Familienunternehmens und schildert, wie externe Perspektive in Strategie- und Nachfolgeprozessen hilft, emotionale Themen zu sortieren und kritische Entscheidungen besser abzusichern – ohne die Schnelligkeit eines Mittelständlers zu verlieren. Abgerundet wird die Folge durch eine Statistik, die zeigt, warum die Erwartungen an Gremien steigen: weniger Kaffeerunde, mehr strategische Mitwirkung. Fazit: Ein Beirat soll Zukunft ermöglichen – und dafür braucht es vor allem Klarheit in Rollen, Haltung und Perspektive.
Transkript anzeigen
00:00:00: Die Welt ist im Wandel.
00:00:02: Internationale Konflikte, digitale Transformation neue Arbeitswelt.
00:00:07: Nie waren Beirat und Aufsichtsrat dafür wichtiger!
00:00:11: Neu gedacht geben sie Stabilität sind die Basis
00:00:15: für eine gelungene
00:00:16: Geschäftsstrategie und setzen
00:00:17: Impulse für eine erfolgreiche
00:00:20: Entwicklung.
00:00:21: Grimien umdenken.
00:00:23: Dr.
00:00:23: Alexander Bode
00:00:24: und Stefan Reiß sind Unternehmer
00:00:26: Berater Ideengeber Digitale Visionäre
00:00:29: Und
00:00:30: selbst in verschiedensten
00:00:31: Gremien
00:00:31: als Aufsichts- und Beirat unterwegs.
00:00:34: Sie wissen, ein aktives Gremium bedeutet
00:00:37: viel mehr als
00:00:38: Kontrolle!
00:00:39: Es ist die Grundlage für echte
00:00:42: nachhaltige Veränderung.
00:00:44: Mehr Tat als Rat.
00:00:46: Unternehmensgremien
00:00:47: neu gedacht.
00:00:50: Liebe Zuhörerinnen, liebe Zuhöre.
00:00:51: wir begrüßen euch zu unserer neuen Folge im Podcast in der über die neue Gestaltung des Beirats sprechen wollen.
00:00:59: wir das sind Alexander Bode und Stefan
00:01:02: Reis bei mehr Tat als Rat.
00:01:04: Heute geht es darum, wie es denn im Beirat eigentlich aussieht mit der internen Besetzung.
00:01:10: das heißt macht es Sinn?
00:01:12: Inwieweit ist es hilfreich entweder aus Gesellschafterkreisen vielleicht in Familienunternehmen oder eben ehemalige leitende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einen Beirats zu berufen?
00:01:24: Und auch dazu haben wir wieder ein tolles Interview.
00:01:26: da hören wir mal kurz rein.
00:01:27: Ja, ich meine man muss ja immer unterscheiden zwischen Gesellschafteebene und dann aber eben der operativen Ebene auch.
00:01:34: Und bei uns ist es in gewisser Weise jetzt in der dritten Generation Neuland.
00:01:39: Insofern dass wir Gesellschafte haben werden die nicht operativ tätig sind.
00:01:44: das gab's vorher nicht vor waren immer alle gesellschaften bei uns auch operativ tätig hat natürlich die Lage etwas verändert Und haben somit jetzt aber auch eine Chance, die wir darin sehen.
00:01:55: Nicht operativ tätige mit ein Stückweise etwas neutraleren Sichtweise sagen wir mal in die Gesellschaft der Versammlungen mit reinzukommen und damit so ein bisschen die externe Perspektive mit einzunehmen.
00:02:06: natürlich ist man da auch ein Stück weit beißt weil es ist eine Familie.
00:02:09: Wir haben uns natürlich Gedanken gemacht Wie werden wir in Zukunft Entscheidungen treffen?
00:02:14: Wie können wir Paz-Situationen vermeiden, wenn es hart auf hart kommt.
00:02:17: Das sind einfach Themen die muss man von vornherein klar auch definieren und in diesem Fall ist es so dass immer der geschäftsführende Gesellschaft da nochmal das finale Wort später haben wird.
00:02:29: aber auch da kann es ja auch mal sein, dass das Ganze auch einmal in eine falsche Richtung läuft und wir gemässermaßen einen Eskalationscremium brauchen.
00:02:36: und da kann das Thema Beirat bei uns in Zukunft ins Spiel kommen.
00:02:41: Wunderbar, einen spannender Auftrag zu diesem Thema interne Besetzung und gleich mal eine steile These.
00:02:49: Alex du siehst es doch aus so wie ich das in so einem Beirat durchaus mehr familiäre Mitglieder sein können als Externe.
00:02:58: Ja, natürlich muss ich dir hier an der Stelle wirklich mal widersprechen.
00:03:02: Weil ich sage immer, der Beirat ist ja ein Gremium.
00:03:05: was genau eben externen Blick reinbringen soll.
00:03:08: und wenn die Familienmitgieder etwas für Unternehmen klären wollen dann haben sie doch dafür die Gesellschaft bei Versammlungen?
00:03:14: Ja da muss sich mein Lieblingssatz nehmen den du auch so magst das unterschreibe ich dir.
00:03:18: Ich glaube da besteht hier Einigkeit dass die Familien Mitglieder im Beirat durchaus was zu suchen haben, das würde ich schon sagen also auch in Vorteil einer internen Besetzung.
00:03:30: die sind mit dem Unternehmen aufgewachsen.
00:03:32: Die kennen das Unternehmen, die wissen vielleicht auch wie das Unternehmen tickt.
00:03:35: von der Gründer oder Führungsidee her ist so ein Unternehmen in der Gemeinde im Ort, dem Kreis platziert.
00:03:45: Was sagen die Freunde, die da direkt vor Ort leben?
00:03:48: Das ist ich glaube ein guter Punkt aber es kommt halt ziemlich schnell auch der Punkt.
00:03:52: Ist das nicht auch eine Schwäche?
00:03:55: Ich sage immer so schön familiäre Betriebsblindheit.
00:03:57: man liest halt nur noch dass sie ja guck mal hüsche und Sonname und so geht das davor an.
00:04:03: Ja aber passen wir nochmal zusammen.
00:04:05: Wir wollen einen aktiven Ballrad Kern unserer Diskussion.
00:04:09: Wir wollen externen Blick, wir wollen Innovation dadurch schaffen dass wir eben nicht diesen internen Blick haben den es ja im Unternehmen so oder so gibt.
00:04:20: und deswegen also Ja wenn man Aus welchen Gründen auch immer ein Familienmitglied in den Beirat beruft, dann hat es aber mal mindestens zwei Voraussetzungen.
00:04:29: Erstens dass man im Kompetenzprofil ganz klar dieselben Maßstäbe anlegt wie auch bei einer externen Besetzung.
00:04:36: und zum zweiten davon bin ich weiter fest überzeugt dürfen die Gesellschaft als Mitglieder nach einem Beirats nicht die Mehrheit haben sondern können eine Stimme in dem Beiraten sein aber auf gar keinen Fall die Bestimmen sind.
00:04:52: Und wie gesagt, dem Punkt stimmig voll und ganz zu.
00:04:55: Jetzt haben wir ja bei diesem Thema interne Besetzung noch durchaus ein paar weitere Fälle die wir da angucken müssen.
00:05:01: Wir hatten gerade die interne besetzung aus dem Umfeld das wäre die Familie.
00:05:06: Wir können natürlich genauso darüber reden dass der langjährige CEO oder was weiß ich in den Beirat wechselt sagen würde, das ist eine Frage die man sehr provokant stellen kann.
00:05:21: Also da kann man ja sofort eine Antwort sagen nein und dann sage ich aber was ist denn wenn es genau eine Chance ist?
00:05:30: Der jungen Geschäftsführer vielleicht am besten noch Enkelsohn vom ehemaligen Unternehmer Und der wächst da rein, der braucht vielleicht genau diese Erfahrung irgendwie an seiner Seite.
00:05:44: Da könnte ich mir den CEO sehr gut im Beirat vorstellen.
00:05:47: aber den CEO in allen Fällen direkt als Idealbesetzung für den Beirats zu sehen ist klar von mir abgelehnt.
00:05:54: Also man muss sich das ja schon differenziert betrachten.
00:05:57: die... Vorteile des Business, um das Geschäft und auch dessen was letztendlich das Unternehmen weiterbringt.
00:06:06: gehen wir davon aus dass es ein erfolgreicher Geschäftsführer war sonst wäre er nicht so lange im Amt gewesen.
00:06:10: die sind natürlich auf der Hand.
00:06:12: Auf der anderen Seite haben wir hier auch Betriebsblindheit.
00:06:14: Wir haben immer das Problem dass man vielleicht versucht sogar Fehler die man irgendwie gemacht hat in der Vergangenheit die man jetzt erkennt versucht dadurch zu heilen dass man Entscheidungen trifft die aber für Zurufs Ausrichtungsunternehmen nicht perfekt sind.
00:06:30: Du meinst einfach nur eine Verständnisfrage, dass der Ex-CEO eine viel Entscheidung die er davor getroffen hat jetzt billigt oder also...
00:06:40: Er versucht sie zu heilen, indem er eben versucht Entscheidungen in dem Beirat voranzutreiben.
00:06:45: Die diesen Fehler nicht offensichtlich werden lassen oder die diesen Fehler versuchen auszumerzen, die aber für die Gesamtausrichtung des Unternehmens nicht gut sind.
00:06:53: also mal ein konkretes Beispiel zu machen man hat entschieden einen Bereich zu investieren.
00:06:58: das läuft jetzt sage ich mal eher schleppend als gut.
00:07:01: Und als Beirat sagt man aber nein, das ist weiter ein wichtiges Thema.
00:07:05: Wir müssen da drin bleiben und man verliert den objektiven Blick auf das Thema wenn es eben keinen Beitrag zur Rendite liefert.
00:07:12: Wenn's eben für steckter Kostenbringer ist der eher dafür sorgt dass das zu Lasten von Ressourcen geht dann hält man trotzdem aber daran fest, weil man hat ja früher als Verantwortlicher natürlich diese Entscheidung mit Macht vertreten und war überzeugt.
00:07:30: Aber jetzt Kontinuität nicht vielleicht auch gerade in der Stärke.
00:07:33: also ich meine dieser ex-CEO hätte ja dann eine von drei Stimmen oder einer von fünf Stimmen in so einem entscheidungsstarken Beirat wie wir ihn befürchten.
00:07:44: wenn er es jetzt vollkommen an den Hahn herbeizieht sage ich jetzt mal platt wird er hier komplett überstimmt werden.
00:07:52: Aber immer dran denken, wir haben ja immer noch die Geschäftsführung in ihrer operativen Verantwortung und Haftung.
00:08:00: Die müssen am Ende des Tages die Entscheidungen vorbereiten und treffen.
00:08:05: Der Beirat soll genau der sein.
00:08:07: Der bestehende musste immer wieder kritisch hinterfragt.
00:08:15: immer wieder durch neue Aspekte, durch neue Erkenntnisse versucht eben zu hinterfragen und damit mit der Geschäftsführung auch in diesen Diskurs kommt.
00:08:26: Also Diskurs im positiven Sinne dass man sich offen gegenübertritt das man die Argumente austaucht und bewusst eben Themen rein nimmt sie nicht aus dem Alltäglichen heraus ergeben oder aus den bisherigen Geschäftsmodell.
00:08:38: Ich mache jetzt noch einen weiteren Punkt, der gegen ein ex-CEO im Beirat spricht.
00:08:42: gerade wenn sich ein Beirad da wirklich aktiv einbringt und auch im Unternehmen präsent ist was aus meiner Sicht sein sollte ohne die Geschäftsführung zu untergraben Wenn jemand zwanzig Jahre Vorgesetzter von Leiden nun wichtigen Angestellten war Der wechselt aus dieser vorgesetzten Rolle raus in dem beirat Dann haben wir natürlich Für diese Leute, die da treu und loyal viel mit diesem ex-CEO zusammengearbeitet haben irgendein Orientierungsproblem.
00:09:09: Da kommt jetzt ein neuer Chef, mit dem muss man sich logischerweise erst mal nicht anfreunden aber warm werden und dann gibt es den anderen noch... geht man dann gleich beim ersten Diskurs zu einer anderen Stelle und der Mitarbeiter hat ja das Problem.
00:09:23: vielleicht auch, wenn dann der Ex-CEO mit seiner neuen Rolle im Beirat ist halt nicht mehr der operativ verantwortliche Herr im Unternehmen.
00:09:34: Wenn er dann sagt okay aber das müssen wir doch so machen und drunter zum Mitarbeiter geht da kann ich aus eigener Erfahrung und wie du auch weißt sagen dass es echt eine schwierige Situation ist sondern die auch in keinster Weise für den Mitarbeiter einfach ist.
00:09:48: Aber auch fällen Ex-CEO nicht weil er hängt natürlich das muss man wieder positiv hervorrufen.
00:09:52: Er hat sich ja identifiziert mit dem Unternehmens werden nicht so lange dabei
00:09:56: ist erst mal unabhängig davon, ob er jetzt wirklich aus der Familie kommt und vielleicht sogar das Unternehmen gegründet hat.
00:10:01: es ist ja die an dem fall dann denkbar schwierigste Situation was die Identifikation mit dem unternehmen betrifft oder eben jemand der zehn fünfzehn vielleicht zwanzig Jahre das Unternehmen begleitet hat und aufgebaut hat.
00:10:13: also wir haben immer das Potenzial hier ein Konflikt reinzuholen, selbst wenn es alle Beteiligten gut meinen ist es wirklich so Organisationen.
00:10:24: So habe ich irgendwann mal in der BWL im ersten Semester gelernt.
00:10:27: Ist auch eine Weile her bei dir?
00:10:29: Naja, komm.
00:10:31: Organisation sind menschliche Gebilde
00:10:33: d.h.,
00:10:34: wir haben es mit sozialen Strukturen zu tun.
00:10:35: und natürlich ist es klar, wenn jemand fünfzehn Jahre zu diesem Menschen gegangen um seine beruflichen Themen mit ihm zu besprechen, dass er dann auch wenn er in einer anderen Funktion immer noch im Unternehmen rumspringt halt hier als Anlaufstelle dient.
00:10:53: Mehr Tat als Rat.
00:10:55: Unternehmensgremien neu gedacht?
00:10:57: Ja und jetzt darf man vielleicht zur Bestärkung wieder bei deinem beruflichem Thema in den Unternehmen die wir vor Augen gehangen haben für so ein Thema da reden Eventuell sogar über Beziehungen, die nicht nur das berufliche Leben umfassen, wo der Mitarbeiter erzählt hat.
00:11:13: Also gerade wenn man kleinere oder mittelständische Unternehmen, wo sie verbunden sind, vielleicht doch nochmal einen Ticken an das ist als in einem großen Konzern, dass dann vielleicht auch noch mal über private Themen gesprochen wurde und damit eine ganz andere Verbindung ist, schärft das Risiko natürlich extrem.
00:11:28: Genau!
00:11:28: Und die Vorteile wie zum Beispiel, dass ja keine Einarbeitung oder so benäut... benötigen würde, dass sie ich persönlich wirklich als Nachteil, weil ich finde immer eine Einarbeitung in so einem Thema wahnsinnig spannend.
00:11:38: Weil man einfach noch mal auf so viele neue Aspekte stößt
00:11:41: und tausst halt rund um an was
00:11:42: für Chancen auch beinhaltet.
00:11:44: Und Ich bin ja in der Stelle wirklich immer ein Chancenseer, der sagt jede Chance hat das Potenzial das Unternehmen voranzubringen.
00:11:53: Wenn einer keine Einarbeitungen benötigt dann ist es für mich immer ein schlechtes Zeichen gerade in so einer Funktion als Beirat.
00:11:59: Ja gut aber muss man jetzt auch schon sagen, also das haben wir ja auch schon hier wieder abgewogen.
00:12:05: Vor- und Nachteile gibt es sehr wohl.
00:12:06: Es hat natürlich eine gewisse Kontinuität gegenüber den Lieferanten vielleicht auch starken Partnern aus der Region.
00:12:16: Ob der Vorteil allerdings in einer volatilen Welt wie sie heute nun mal ist mit vielen Krisen?
00:12:21: Ich meine es hatten wir auch schon in einer einfach rangegangenen Folgen.
00:12:25: da ist es natürlich kritisch zu unterfragen, weil Kontinuität an dieser Stelle nur Vorteil ist und nicht vielleicht auch nachteil.
00:12:34: Also ich komme immer mehr zu der Erkenntnis, wenn du den ehemaligen Leitenden angestellten oder leitenden Mitarbeiter einbinden willst dann gib ihm im Zweifel einen Beratervertrag oder er soll den Nachfolger noch coachen oder was auch immer aber gibt ihm keine Funktion die eine Sichtbarkeit oder eine Funktion verleiht die über explizite vertragliche Konstellation hinausgeht weil Aus meiner Sicht immer schwierig.
00:13:01: Es mag in ganz wenigen Einzelfällen Konstellationen geben, wo es Sinn macht.
00:13:05: aber für das was wir eigentlich wollen ein Beirat der das Unternehmen wirklich im positiven Sinne überhäuft mit neuen Impulsen mit Dingen mit denen man sich auseinandersetzen muss in der Herausforderung auch in zehn Jahren noch top aufgestellt zu sein da spielt glaube ich der ehemalige CEO des Unternehmens oder der ehemeilige Geschäftleidung, dass immer die Geschäftleitungsmitgeht keine so positive Rolle.
00:13:32: Die Frage, die wir jetzt noch mal diskutieren müssen wie sieht es mit Familiengesellschaft dann aus?
00:13:37: Wird einfach dem Punkt von der Vornummer machen.
00:13:39: das mit dem Beraterfrag ist eine gute Idee hat aber auch seine Typen.
00:13:42: also wissen wir ich glaube beide dass da viel Risiko drin steht.
00:13:47: Aber Ich wollte's mal zusammenfassend sagen Wir haben eigentlich gesagt wenn wir unsere Diskussion ein bisschen Revue passieren lassen Ex-CEO in Beirat oder Führungskraft im Beirat, schwierig.
00:14:01: Wir haben gesagt bei den Familienmitgliedern gleiches Anforderungsprofil wie an Externe auf jeden Fall in der Minderheit In der Anzahl im Gremium.
00:14:13: Jetzt hat man ja noch eine Frage die man so beim mittelständischen Unternehmen sehr häufig antrefft dass es gewisse Schlüsselpersonen gibt Die vielleicht nicht mal führungsskraft sind sondern einfach das von Anfang an mit begleitet haben ein produkt erfunden haben die markteinführung von einem produkt gemacht haben oder der Ideengeber waren, die aber nicht Führungskapfer.
00:14:33: ändert das deine Beurteilungen?
00:14:34: Ob die was in dem Beirat zu tun haben.
00:14:36: Sind die dafür überhaupt geeignet?
00:14:38: Also das würde ich mal nach allem, was wir bisher diskutiert haben.
00:14:41: Wir hatten in der letzten Folge auch über das Thema der Fähigkeit zur Analyse, schnelle Auffassungsgabe und für neue Sachverhalte gesprochen.
00:14:48: Jemand, der so ein Fachexperte ist von mir aus Ingenieur, der für ein bestimmtes Produkt steht, ist aus meiner Sicht nicht die Person, die wir im Beiraten.
00:14:58: Das ist ein super Experte, ein ganz toller Mensch vielleicht auch der es geschafft hat was aufzubauen.
00:15:04: Aber er ist doch sehr stark auf sein Thema, auf seinem Produkt fokussiert.
00:15:09: Auch solche Personen kann man einbinden, kann man im Unternehmen irgendwie sinnvoll lösen.
00:15:13: aber der Beirat wie wir ihn wollen als strategisches Instrument als aktiven Begleiter Da ist er wahrscheinlich nicht die geeignete Person, weil sonst hätte er ja früher eher in eine leitende Position auch im Unternehmen gehen können und dort operativ das Ganze voranbringen.
00:15:33: Aber in dem Unternehmen, indem er das Produkt entwickelt hat, wahrscheinlich nicht.
00:15:37: Vielleicht in einem anderen Unternehmen im Beirat?
00:15:39: Das
00:15:41: kann auf jeden Fall sein.
00:15:42: aber ich bin tatsächlich davon überzeugt dass es im eigenen Unternehmen.
00:15:50: Was macht unser Interview-Gast eigentlich von heute, Alex?
00:15:53: Genau.
00:15:54: Da haben wir diese Fragestellung noch mal vertieft und ich freue mich auf das Interview.
00:16:02: Ein wunderschöner guten Tag alle zusammen!
00:16:05: Wir haben heute wieder einen spannenden Interview-Guest.
00:16:08: Diesmal Dennis Pütz ist Nachfolger im eigenen Familienunternehmen wenn ich das richtig im Kopf habe.
00:16:16: Wir freuen uns, dass er heute bei uns ist.
00:16:19: Herzlich willkommen Dennis!
00:16:20: Machst du gleich mal starten und zwei drei Sätze über dich sagen und über eure Unternehmen?
00:16:25: Ja vielen Dank für die Einladung wollte mich sehr hier sein zu dürfen ein bisschen was ja rund um das Thema Familienunternehmen und Beirat berichten zu können.
00:16:33: Zu meiner Person Ich bin in der dritten Generation unseres Familien Unternehmens Pütz GmbH und Kurfolien KG kurz Pützt Folien.
00:16:41: Wir sind Spezialisten im Bereich der Folienkonfektionierung.
00:16:44: Wie kann man sich das ganz grob vorstellen?
00:16:46: Wir schneiden Folien von führenden Herstellern weltweit,
00:16:50: d.h.,
00:16:50: wir sind nicht in der Herstellung von Folien.
00:16:52: Wir kaufen Folien in Form von großen Rollen ein und konfektionsieren die wieder in kleinere Rollen oder Formatware wie Papier kann man es sich vorstellen.
00:17:01: Oder stanzen dann letztendlich auch noch gewisse Formen daraus Und diese Folien beliefern wir in die große weite Welt hinaus.
00:17:09: Wir haben Kunden weltweit und bedienen dabei rund einundzwanzig verschiedene Branchen mit über zweihundertfünfzig verschiedenen Anwendungen.
00:17:17: Um mal beispielhaft was zu geben, im medizinischen Bereich.
00:17:21: Diabetes-Testschreifen haben sogenannte Trägerfolie wo dann letztendlich der Folienzuschnitt von uns dann auch kommt.
00:17:27: also berücksanspruchsvolle Anwendung bis hin aber auch mal zu einer klassischen Verpackungsfolie die wir dann auch beliefern Und wir machen natürlich nie das Endprodukt, das machen unsere Kunden sondern liefern letztendliche die Fohle Teil zu mir.
00:17:40: Ich bin seit vierenhalb Jahren fest im Familienunternehmen, war vorher in der Beratung, bin Wirtschaftswissenschaftler und habe mich noch am Master ein Stück weit spezialisiert und treibe Themen voran.
00:17:50: an der Unternehmensentwicklung, strategische Themen bis hin zur Prozessoptimierung, Digitalisierung KI sind wir ganz groß dabei das Unternehmen auszurollen und freue mich auf alles was kommt.
00:18:02: Das sind spannende Jahre vor uns.
00:18:05: Ganz lieben Dank für den spannenden Einblick in dein Unternehmen.
00:18:09: Jetzt hast du ja gesagt, ihr seid dabei gerade auf die nächste Generation das Unternehmen zu übertragen.
00:18:17: Macht dir das alles intern oder habt ihr da auch schon so externe Unterstützung und jemand der euch berät?
00:18:24: Ja wir haben letztendlich zwei große Transformationsprozesse.
00:18:28: Das eine ist die strategischen Themen, die ich eben schon mal genannt habe wo wir uns auch externe Partner dazugeholt haben, aber nicht die ganz klassischen großen Häuser, die man so kennt.
00:18:39: Sondern wirklich jemanden der auf das Thema Zukunftsfreude ausgelegt ist steht alles unter dem Motto Zukunfts Freude und wo wir einfach zusammen mal kritisch unser gesamtes Geschäftsmodell und alles was dazu gehört beleuchtet haben.
00:18:52: Und das war sehr, sehr gut da einfach auch mal so ein Stück weit eine externe Perspektive mit reinzubringen.
00:18:57: Überlegungen die man vielleicht einfach dadurch dass man stückweit bei ist nicht immer auf dem Schirm hat und so wirklich geguckt haben was es noch stand.
00:19:05: heute gut so wie's is.
00:19:07: Warum war es auch nur vielleicht in der Vergangenheit erfolgreich?
00:19:10: Müssen wir aber gewissermaßen neu denken.
00:19:12: Auf welche zukünftigen Geschäftsmodelle müssen wir setzen, welche Annahmen treffen wir, welche äußeren Einflüsse kommen und so weiter, sodass wir die Strategie auf zehn Jahre ausgelegt haben.
00:19:23: um da im Prinzip zukunftsfähig uns aufzustellen.
00:19:26: Und das ist ein ganz, ganz spannender Prozess gewesen, den wir jetzt kürzlich ausgerollt haben.
00:19:30: Jetzt gehen wir da tief in die Organisation hinein, weil wir natürlich alle mitnehmen wollen auf diesen Weg.
00:19:34: Das soll natürlich nicht nur ein theoretisches Konstrukt sein was ausgerollen wird sondern am Ende des Tages so dass jeder mit tragen und jede einzelne Person sowie jede Abteilung muss wissen Was kann ich dazu beitragen?
00:19:46: Das ist der eine Punkt.
00:19:47: und das andere was du angesprochen hast ist das Thema der Familiennachfolge.
00:19:53: Bereits seit anderthalb Jahren, auch da haben wir uns externen Unterstützung geholt.
00:19:56: Weil wir das ganz wichtig achten, da auch jemand extern neutral mit im Boot zu haben.
00:20:02: den Familiennachfolge kann ein höchst emotionaler Prozess sein.
00:20:08: Wir haben leider auch in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht in der zweiten Generation woraus wir jetzt wirklich lernen wollen und gewisse Dinge einfach neu aufstellen Und da hilft es uns extrem, uns von Workshop zu Workshop eben gewisse Themen vorzunehmen auf Gesellschafteebene, auf Geschäftsführungseben und so weiter.
00:20:25: Alles was eben dazugehört.
00:20:26: Ich meine, Familiennachfolge ist ja die Besonderheit.
00:20:28: man hat das Unternehmen, man hat die Familie und man hat dass Eigentum.
00:20:33: Das muss alles im Einklang miteinander sein weil sonst wird irgendwas in Schieflage geraten.
00:20:40: also auch da ein sehr spannender Prozess der noch voll im Gang ist.
00:20:43: Jetzt hast du schön von diesen drei Säulen gesprochen.
00:20:46: Da täte es ja ganz gut, glaube ich, wenn man irgendwie eine neutrale Instanz da einzieht.
00:20:51: Habt ihr da Gedanken euch darüber gemacht schon?
00:20:53: Und gibt's da erste Ansätze?
00:20:55: oder
00:20:55: ist das jetzt Neuland?
00:20:57: Ja, ich meine, man muss ja immer unterscheiden zwischen Gesellschafteebene und dann aber eben der operativen Ebene auch.
00:21:04: Bei uns ist es in gewisser Weise jetzt in der dritten Generation Neulands Insofern, dass wir Gesellschaften haben werden die nicht operativ tätig sind.
00:21:14: Das gab es vorher nicht.
00:21:15: Vorher waren immer alle Gesellschafter bei uns auch operativtätig hat natürlich die Lage etwas verändert und haben somit jetzt aber auch eine Chance, die wir darin sehen Nicht operativ tätige mit ein Stückweise Etwas neutraleren Sichtweise sagen wir mal mit in die gesellschaft der Versammlungen mit reinzukommen Und damit so ein bisschen die externe Perspektive mit einzunehmen.
00:21:36: Natürlich ist man da auch ein Stück weit bei ist weil Das ist eine Familie.
00:21:40: Wir haben uns natürlich Gedanken gemacht, wie werden wir in Zukunft Entscheidungen treffen?
00:21:44: Wie können wir Patsituationen vermeiden wenn es hart auf hart kommt?
00:21:47: das sind einfach Themen.
00:21:48: die muss man von vornherein klar auch definieren und in diesem Fall ist es so dass immer der Geschäftsführer Gesellschaft da nochmal das finale Wort später haben wird.
00:21:59: Aber auch da kann es ja auch mal sein, dass das Ganze auch einmal in eine falsche Richtung läuft und wir gemößermaßen einen Eskalationscremium brauchen.
00:22:06: Und da kann das Thema Beirat bei uns in Zukunft ins Spiel kommen.
00:22:10: Wir hatten das bislang noch nicht.
00:22:12: Wir wollen es aber in der Form machen, dass wir da ein Stück weit Chancen haben nochmal eine externe Perspektive mit reinzunehmen um bei ganz kritischen Entscheidungen dann uns da Unterstützung zu holen.
00:22:25: Jetzt ist er die Frage, ich meine du hast ja gesagt, du warst selbst in der Beratung.
00:22:29: Kannst du vielleicht noch mal satt dazu sagen?
00:22:32: Du bist ja dann in das Unternehmen reingekommen und du hast dann selbst erst eine externe Perspektive mitgebracht.
00:22:38: was man da so sieht.
00:22:39: also ich kenne es aus eigener Erfahrung man wird in einem Unternehmen groß man hat am Anfang sieht man ja nicht viele Dinge die vielleicht auch verbesserungswürdig sind und dann kommt nach irgendeiner Schleife zurück und auf einmal sieht man ganz viele Dinge
00:22:53: hier absolut.
00:22:54: Das war der super Schwande und aber auch immer die Challenge, egal ob wir jetzt jemanden neu einstellen auf einer gewissen Position oder ob es tatsächlich die interne Infamiliennachfolge ist.
00:23:04: Natürlich hatte ich dann einen gewissen Wissensvorsprung zu jemandem, der jetzt neu bei uns als externer Mitarbeiter kommt.
00:23:10: Aber für mich waren ganz viele Dinge auch neu!
00:23:12: Und ich hatte ganz viele Ideen, die ich schon direkt gebracht habe.
00:23:14: Da ist aber über das ganze Wichtige erstmal den Start des Quo verstehen zu wollen und verstehen zu müssen.
00:23:19: Ich meine wir sind jetzt seit über sixty fünf Jahren erfolgreich am Markt und das kommt ja nicht von irgendwo her.
00:23:25: Das heißt es ist vieles gut gelaufen Aber wir leben in einer sehr, sehr schnell lebenden Zeit wo ein gewisses Umdenken auch stattfinden muss.
00:23:32: In gewissen Bereichen und das war einfach die so riesen Chance mit mir als externer Perspektive dann anfangs Strichchen, gewisse Prozesse einfach mal neu zu durchdenken und gewisse neue Ideen mit reinzubringen, die ich glaube relativ gut einen Anklang gefunden hat.
00:23:46: Das ist glaube ich immer die Art und Weise.
00:23:47: wie bringt man es rein?
00:23:48: Und nimmt man die Leute mit oder will man direkt was überstülpen?
00:23:52: macht sich den Nachfolger dann auch direkt sehr unbeliebt?
00:23:54: sollte man auf keinen Fall machen Aber es bietet halt einfach die Chance und ich meine mein Vater, meine Tante, die aktuell in der Geschäftsführung sind.
00:24:01: Die haben über dreißig Jahre lang jetzt Erfahrungen im Familienunternehmen und man ist dann natürlich ohne dass sich das jetzt werten möchte.
00:24:08: Das ist ein ganz natürlicher Prozess.
00:24:10: Ich war dann ein Stück weit eingefahren auch in gewissen Bereichen.
00:24:13: Wir haben sich zwar immer wieder auch neu erfunden und es ist super, dass sie auch gerade in dieser Zeit die wir jetzt durchmachen, die Transformationen, die wir durchmachten sehr offen dem Allengegen überstehen und sich da auch mal komplett verändern.
00:24:23: aber nach dreizig Jahren ist man auch ein Stück weit eingefahren.
00:24:27: Könntest du sagen, dass quasi alle bestehenden Gesellschaften und künftigen Gesellschaften so ein bisschen den Mehrwert von externer Sicht, externem Sparing wenn man das nennen kann schon sehen und fühlen konnten und auch akzeptieren?
00:24:42: also dass da ein Wandel stattfindet über diesen Generationenwechsel?
00:24:46: Absolut!
00:24:47: Also als ich das angebracht habe mit einer Beratung zusammenzuarbeiten für unsere Strategie... Das wurde erstmal kritisch gesehen So habe ich ganz offen.
00:24:56: Weil natürlich hat man dann so die ganz klassischen Berater, die einem jede Menge Excel-Tabellen schicken in den Kopf und kommt noch heraus.
00:25:04: Man muss Stellen abbauen.
00:25:06: Es ist mal überspitzt gesagt aber darum geht es nicht.
00:25:09: Es ging vor allen Dingen um einen Sparing Partner zu haben eine Experienperspektive Mal mit der großen weiten Erfahrung zum Thema Strategie was es braucht an Veränderung und die Prozesse und alles was dazu gehört Und die sich dann versuchen ein Stück weit mal in uns hineinzuversetzen Und das einfach wirklich über einen gewissen Zeitraum hinweg.
00:25:27: Das lief jetzt ein gutes dreiviertel Jahr und geht auch noch weiter, sodass wir einfach da gegenseitig total von profitieren konnten diese Expertise mit aufzusaugen und letztendlich bei uns dann auch anzunehmen.
00:25:38: und letztens endlich um die Fragefinale zu beantworten Ja!
00:25:42: Das war ein Riesenmehrwert und dem wurde jetzt im Nachhinein oder während des Prozesses schon sehr offen gegenüber gestanden und man hat den absoluten Mehrwert darin gesehen.
00:25:54: Zieht ja, glaube ich so die Frage auch ab.
00:25:57: Ist jetzt die Beiratsgründung nur noch eine Frage der Zeit oder gibt es da auch weiterhin Widerstände zu sagen wir brauchen jetzt kein extra Gremium?
00:26:03: Weil wir haben ja unsere Gesellschaftsversammlungen und Wir haben ja unseren Anwalt- und Wirtschaftsprüfer mit dem wir seit Jahren zusammenarbeiten.
00:26:11: das wird ja reichen.
00:26:13: Ist ja mal so die Entscheidung dass wir einen Beirat zur Rate ziehen für diese Eskalationsstufe, die ich eben beschrieben habe.
00:26:20: Die Entscheidung steht Das werden wir machen Inwieweit dieser Beirat zusätzliche Sparing-Partner Funktionen auch noch einnehmen wird, da sind wir gerade noch in der Diskussion.
00:26:32: Für mich hat das gewisse Vor- und gewisse Nachteile.
00:26:35: Vorteile liegen ein Stück weit auf der Hand, was wir eben einfach auch gesprochen haben.
00:26:39: Und da kommt es aber für mich ganz klar die Besetzung drauf an – Was haben die Beiratsmitglieder auch für einen Background?
00:26:47: Und ich denke, da muss man auch relativ strategisch dran gehen und zu überlegen was braucht es für uns als Unternehmen an externer Perspektive die für uns auch gewinnbringend ist.
00:26:57: Welche Funktionen, Position haben wir sehr gut intern besetzt?
00:27:01: Da ist ein tiefes Know-how da.
00:27:02: welches wäre aber sinnvoll vielleicht durch einen Beiratsmitglied auch noch mit externe Expertise ein Stück weit mir ins Unternehmen reinzuholen?
00:27:09: wenn es mich darum kritische Entscheidung geht oder tiefes know how das man eben braucht kann man eben darauf zurückgreifen Und das ist für mich dann wirklich eine strategische Entscheidung, macht es Sinn danach dem Beirat auch auszurichten.
00:27:21: Das hängt natürlich ein Stück weit davon ab wie unsere Nachfolge am Ende des Tages noch final aussehen wird.
00:27:28: Es steht noch nicht ganz fest, wie viele Familienmitglieder tatsächlich bei uns im Unternehmen tätig sein werden und danach werden wir das ein Stück weiter ausrichten.
00:27:36: was ich so ein Stück weite aber da fehlen mir dann auch Erfahrungswerte ehrlicherweise bisschen als Gefahr sehe, wenn man halt ein festes Kremium hat mit dem er sich dann auch berät.
00:27:46: Erstens es kostet Geld und ist einfach nicht zu unterschätzen.
00:27:50: das muss man eben auch stemmen können.
00:27:52: Und das zweite ist werden wir dadurch ein Stück weit bürokratischer und hemmt uns das in schnellen Entscheidungen?
00:27:58: Das ist so etwas.
00:28:00: da fehlen mir aber die Erfahrungswerte.
00:28:02: wie geht mal davor?
00:28:03: weil?
00:28:04: Wir sind ein Familienunternehmen wir haben kurze Entscheidungswege und wir wollen schnell was Ganze vorantreiben immer wieder beraten müssen, erst bevor wir dann eine grundlegende Entscheidung treffen.
00:28:16: Aber da gibt es bei Sicherheit Ansätze wie man das ein Stück weit auch effizient bestalten kann.
00:28:22: Ich glaube diesen Vorteil eines Familienunternehmens sollte man nicht aus den Augen verlieren.
00:28:26: Dann muss ich sagen jetzt mal die schnellen fressen, die langsam und nicht die großen, die kleinen ist ja so einen Standortspruch wenn wir das Frasenstein jetzt hier aufstellen
00:28:33: wollen.
00:28:34: aber Das muss natürlich erhalten bleiben, aber auf der anderen Seite haben wir auch eine Risikoabsicherung.
00:28:39: So sehe ich das ein bisschen Miss-Cost-Geld bringt es den Mehrwert.
00:28:43: Ich glaube schon was das Thema Expertise und Besetzung anbelangt da haben wir sehr ausführliche Diskussion schon gleich und dann bin ich genau bei dir.
00:28:51: Es bringt jetzt nichts einfach die Kenntnis der Geschäftsführung zu vertiefen.
00:28:55: also
00:28:55: wenn nicht
00:28:56: ihr aus der operativen Geschäftsführung Ihr kennt den Markt, den brauche ich da in Zweifeln nicht widerspiegeln.
00:29:02: Außer ich habe sehr spezielle Situationen in der Nachfolge und insofern sehr spannend wenn man mal auf euer Geschäftsmodell schaut und euer Geschäft wo dann quasi so Punkte liegen können.
00:29:11: also hast gesagt ihr seid relativ inhalsional aufgestellt.
00:29:13: Da weiß ich nicht, wie weit eure Expertise vielleicht verstecken kann.
00:29:17: Was sind aus deiner Sicht Fragen mit denen du quasi an so einen Beirat herantreten würdest oder sagst, in der Situation wäre es wirklich gut jemanden zu haben.
00:29:29: Der Vorteil vom Beiraten im Vergleich zum Berater ist meiner Meinung nach der Kette sondern ein bisschen da einfach ein Spiegel zu haben.
00:29:35: Aber ein Thema was mir direkt einfällt wir wollen zusätzlich zu unserem Kerngeschäft das ja die Fondinkonfektionierung ist wollen wir weitere Geschäftsmodelle ernannt ziehen kann ich jetzt noch nicht viel verraten.
00:29:46: aber es geht auch in diese Recycling Richtung und das hätte internationale Auswirkungen, wo ich mir da sehr gut vorstellen könnte.
00:29:54: Weil wir einfach diese Erfahrung nicht aus dem Unternehmen mitbringen.
00:29:56: Wir sind seit jeher wirklich nur in Thornstein gewesen vom Standort her und haben nirgendwo anders noch einen Standort gehabt oder eine Vertretung.
00:30:06: Wir haben gewisse Partner, Selbstpartner mit dem wir auch international zusammenarbeiten.
00:30:11: aber wenn wir wachsen wollen, vielleicht ist irgendwann das Thema Auslandstandorts zusätzlich ein Thema und da fehlt uns definitiv Expertise und danach würde ich das ein Stück weit ausrichten wollen.
00:30:23: Ja, das ist auf jeden Fall sinnvoll.
00:30:25: Ich meine der Stefan hat schon gesagt wir haben im Podcast schon viele Diskussionen dazu geführt auch wie man den Beirat ordentlich besetzt.
00:30:32: und ganz wichtig so ein Beirats ist ja nicht in Stein gemeißelt.
00:30:35: Das heißt man passt es auch immer ein bisschen an die jeweiligen Herausforderungen.
00:30:40: also wenn jetzt euer Beispiel mit Ausland besteht dann macht Sinn vielleicht dafür jemanden in Beirat zu berufen, aber vielleicht wird er in drei Jahren in der Form nicht mehr benötigt.
00:30:49: Dann ändert man das auch und man legt natürlich auch klar fest ich glaube ein Beirad sollte niemals als Entscheidagremium missverstanden werden.
00:30:57: Das heißt ja eben bei Rad wobei wir natürlich hier schon in unserem Podcast das betone ich auch gerne nochmal sehr aktives Verständnis haben.
00:31:07: keine Runde die sich zweimal im Jahr zum Kaffee trinken trifft sondern die wirklich arbeitet für das Unternehmen.
00:31:16: Ich kenne Beiratsbesetzungen, die machen einmal im Monat Besitzung und treffen sich an allen Standorten, einmal im Jahr physisch für Strategiethemen.
00:31:26: Die gucken also selbst auch ins Unternehmen rein.
00:31:30: Da kann man ziemlich viel gestalten und man muss ja nicht gleich mit dem vollen Programm anfangen sondern kann es so entwickeln.
00:31:40: Tut ihr gut daran, gerade jetzt vor dem von dir beschriebenen Szenario drüber nachzudenken?
00:31:46: Was mich aber interessieren würde.
00:31:48: Du bist ja als junger Nachfolger Next Generation auch ganz gut vernetzt mit Leuten in ähnlicher Situation.
00:31:56: ist das ein Thema was bei euch auch diskutiert wird weil ich meine die Probleme der Nachfolge sind ja dann doch auf einer bestimmten Ebene überall mehr oder weniger vergleichbar.
00:32:06: also wie geht man vielleicht auch so einem Gremium um, was man dann auch schon in Richtung Nachfolge gestalten kann.
00:32:13: Was einem an der einen oder anderen Stelle gegenüber den Gründern und bisherigen Inhabern den Rücken auch stärkt?
00:32:20: Also sind das auch Diskussionen, die da zum Teil geführt werden?
00:32:24: Ja also klar ich kenne einige aus meinem Netzwerk, die arbeiten im Beirat zusammen.
00:32:30: Wie du eben sagtest vom Intervall her.
00:32:32: Ich kenne jetzt so wie man die treffen sich an meinen Quartal und gehen da eben die strategischen Themen gemeinschaftlich durch.
00:32:37: Aber um das Beispiel mal aufzugreifen, dass das finanzielle Dame kurz die Ohr geschlackert hat als ich gehört habe was dann da an Summen bezahlt werden.
00:32:46: Das ist ja man muss den Mehrwert natürlich den Kosten gegenüberstellen aber das schon auch ein Hausnummer.
00:32:51: also das muss man sich einfach wirklich leisten können.
00:32:53: Das muss man einfach ganz klar dazu sagen.
00:32:56: mit Sicherheit ist es vielleicht nicht immer so und es kommt bestimmt auch auf die Besetzung darauf an.
00:33:00: das ist dann immer abzubegen was ich da einfach auch ein Stück weit als Chanceton sehe.
00:33:04: Ich meine, als junge Nachfolger, gerade wie es bei uns ist und da kenne ich ganz viele die in der Situation sind hat man natürlich so ein Stückweit die Challenge.
00:33:13: Man folgt nach von jemanden, der jetzt über dreißig Jahre Expertise im Unternehmen aufgebaut hat und muss in der Kürze der Zeit versuchen diese Tätigkeit zu übernehmen.
00:33:23: Und natürlich gibt's eine gewisse Einarbeitungsphase wenn man Glück hat.
00:33:26: Es gibt aber auch Situationen wo man direkt ins kalte Wasser geschmissen wird.
00:33:29: Also das sind alles Faktoren, die da natürlich mit reinspielen können.
00:33:33: Und ich denke, es wirkt einfach die Chance, dass man das was man vielleicht jetzt nicht direkt selbst abdecken kann auch ein Stück weit von außen sich reinholt als Bering Partner.
00:33:41: Das ist absolut der Vorteil den ich darin sehen würde um letztendlich nicht alleine das Ganze auch durchstehen zu müssen.
00:33:48: Durchstehen hört sich so negativ an aber ich glaube wie was war ich mal?
00:33:52: Ja, ich kann mir vorstellen, wo das mit dem Wornsteigen herkommt.
00:33:55: Ich glaube aber auch, dass falsche Entscheidungen für Geld kosten können.
00:34:00: Also das ist ein spannender Diskussionspunkt, wie viel Entscheidungsfreiheit, Schnelligkeit gibt oder verliert man?
00:34:06: Wo bindet man ein?
00:34:08: Ich glaube da müssen
00:34:08: sich beide Seiten einspielen und die Geschäftsführung und die Gesellschaften müssen es auch als Mehrwert sehen wo sie sagen hey hier sind wir uns unsicher oder hier wollen wir einfach nur einen Punkt haben wenn man Beirat gut auswählt aus meiner Sicht dann wird man auch schnelle Entscheidungswege databieren können.
00:34:24: Eber Dennis, vielen Dank dass du bei uns bist!
00:34:27: Wir haben ja mal so zum Schluss die Frage was gibst Du mit?
00:34:31: Was ist nach unserem Austausch jetzt hier?
00:34:34: Die Quindersens zum Beirat?
00:34:36: das Schlusswort sozusagen nicht zum Sonntag aber das Schluss Wort übergeben wir gerne dir wenn Du noch einen letzten Gedanken
00:34:44: zu
00:34:44: beiraten in der Nachfolgesituation äußern möchtest.
00:34:51: Ja, sehr gerne.
00:34:51: Also grundlegend ist das ein Thema mit dem man sich beschäftigen sollte weil es einfach viele Chancen birgt.
00:34:58: Ich werde das tatsächlich nach dem heutigen Tag auch noch mal etwas kritischer beleuchten Weil es einfach schon nochmal eine Überlegung wert ist dass vielleicht etwas intensiver zu betreiben als wir es vielleicht ursprünglich auch gedacht haben.
00:35:09: ich denke da wird sich alles weitere in unserem Nachfolgenprozess auch dazu ergeben.
00:35:13: Ich finde es ein sehr spannendes Thema und ich könnte mir umgekehrt aus sehr gut vorstellen, eine Beiratsrolle selbst aktiv einzunehmen.
00:35:20: Weil ich glaube das ist ne Win-Win Situation.
00:35:23: Und ich stehe dem offen gegenüber, freue mich sehr das Ganze in den Nachfolgerprozessen mit einen fließen lassen zu können.
00:35:31: und ja möchte auf dem Wege eigentlich nur Mut machen an alle Nachfolge die diesen Schritt gehen oder vielleicht noch vor sich haben.
00:35:38: Nachfolgen ist verdammt cool und kann richtig Spaß machen und wirkt unfassbare Chancen!
00:35:43: Vielen Dank, Dennis.
00:35:46: Schön, dass du da warst in unserem Podcast.
00:35:48: Wie ein spannendes Interview heute gehabt.
00:35:51: Alex, das war sehr erkenntnisreich und hat auch noch mal neue Punkte mit reingebracht.
00:35:57: Ich denke wir haben heute ganz viele Themen gehabt.
00:36:02: jetzt wäre es natürlich spannend.
00:36:03: also ich meine Wir haben ja unsere Statistik der Woche immer in der Suche Und hast Du heut auch was Spannendes gefunden?
00:36:11: Mehr
00:36:11: Tat als Rat!
00:36:14: Ja, tatsächlich eine Befragung von der Unternehmensberatung BCG aus dem Jahr Wo ich sage, das sind genau die Themen wo wir vorhin gesagt haben.
00:36:48: Wenn wir strategisch was verändern oder in eine neue Richtung bringen wollen dann brauchen wir die externen Impulse.
00:36:55: Die Entscheidung am Ende welche Strategie umgesetzt und ausgearbeitet wird.
00:36:59: Das sehe ich ja weiterhin voll auf der operativen Ebene da brauche nicht den Beirat dafür.
00:37:04: Ja wobei man jetzt bei hat also auch unsere Diskussion immer wieder wichtig wenn wir von operativer Ebene reden reden wir natürlich auch über eine Ebene, die in einem Unternehmen strategische Verantwortung hat.
00:37:19: Das muss man klar sagen.
00:37:20: es geht hier um die Umsetzung also die Verantwortung für die Umsetzungen.
00:37:24: wie es dann in der Organisation selbst gelöst ist das ist ja nicht Gegenstand unserer Diskussion.
00:37:29: aber einfach nochmal diesen Unterschied deutlich zu machen Ja wir brauchen einen Beirat der in der Lage ist Ideen zu erkennen diese dann umsetzen zu wollen, dafür begeistern zu wollen.
00:37:45: Aber das muss eben diese strategische Ausrichtung sein die wir brauchen mit einem ganz weiten Blick nach vorne unter einen Kalkulation dessen dass wir eine hohe Volatilität haben viel mehr Krisen und auch existenziellere Krisen als in der Vergangenheit.
00:38:02: und dafür braucht es eben Leute einen ganz klaren externen Blick auch auf das Unternehmen und die Branche haben.
00:38:10: Wir sollen uns ja immer wieder bewusst sein, dass die Empfehlung zur Strategieausarbeitung immer lautet.
00:38:14: Geh raus aus deinem Unternehmen und mach's in Ruhe.
00:38:18: Insofern glaube ich hat mir ein gutes Schlusswort für heute!
00:38:21: Ja, ganz lieben Dank dafür.
00:38:22: Vielen Dank liebe Zuhörerinnen und Zuhöre fürs dabei sein und wir freuen uns schon auf die nächste Folge mit Ihnen.
00:38:29: Genau und mit euch auf Wiederhören!
00:38:36: Legitale Transformation, neue Arbeitswelt.
00:38:39: Die Herausforderungen
00:38:40: der Zukunft
00:38:41: mit
00:38:41: mehr Tat
00:38:42: als Rat
00:38:43: begegnen.
00:38:44: Unternehmensgremien neu gedacht – mit
00:38:47: Dr.
00:38:47: Alexander Bode und
00:38:49: Stefan
00:38:49: Reis.
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